Stromanbieterwechsel

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger denkt darüber nach, in den kommenden zwölf Monaten den Stromanbieter zu wechseln (54 %). Dabei sind die Stromkunden aufgeschlossener, die in der Vergangenheit schon einmal gewechselt haben. In dieser Gruppe liegt der Anteil derer, die einen neuen Anbieter ins Auge fassen, sogar bei 70 Prozent, wie eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1000 Bundesbürgern zeigt.

Im Schnitt geben die Deutschen 88 Euro im Monat für Strom in ihrem Haushalt aus. 40 Prozent sind dabei mit den Preisen unzufrieden. Im Allgemeinen erweisen sich die Deutschen über die Kosten als gut informiert: Nur jeder sechste Deutsche kennt nicht die Kosten seines Stromverbrauchs. Allerdings hängt das stark vom Alter der Befragten ab: So weiß ein Drittel der Menschen unter 30 Jahren nicht, wie viel sie für Strom ausgeben. Bei der Generation 60plus sind es dagegen nur zwölf Prozent.

„Auch bei der Bereitschaft, den Stromanbieter zu wechseln, zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. So sind jüngere Menschen deutlich wechselfreudiger“, wie Dr. Norbert Schwieters, Leiter des Bereichs Energiewirtschaft bei PwC, erläutert. Mehr als 70 Prozent der befragten Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 29 Jahren haben in den vergangenen drei Jahren schon einmal den Stromanbieter gewechselt.

Im Schnitt hat das dagegen nur jeder zweite Deutsche in diesem Zeitraum getan. Für 90 Prozent ist dabei ein günstigerer Preis des neuen Versorgers ausschlaggebend. Der Wunsch nach Ökostrom spielt nur bei 28 Prozent der Jüngeren eine Rolle. Über alle Altersklassen hinweg sind es nur 17 Prozent, die aus ökologischen Gründen den Anbieter wechseln wollen.

Drei Viertel der Deutschen haben sich im vergangenen Jahr einen Überblick über Stromanbieter und deren Preise verschafft. Dabei ist das Internet für 57 Prozent die Hauptquelle für Informationen. Sozial-Media-Kanäle spielen dagegen über alle Altersklassen hinweg bei diesem Thema eine eher untergeordnete Rolle.

 

Quelle: PricewaterhouseCoopers

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